Archiv der Kategorie ‘-‘

Mittelerde en realité

Montag, den 12. Januar 2009

von Karim Khodier, Kairo
„Gestern ist Vergangenheit, heute ist Gegenwart, morgen ist Zukunft.“ „Vor einer Stunde ist Vergangenheit, jetzt ist Gegenwart, in einer Stunde ist Zukunft.“ Ist es nicht ein Widerspruch, wenn vor einer Stunde Vergangenheit ist, wo doch – gesetzt es sei gerade Mittag – vor einer Stunde heute ist und heute Gegenwart ist? So […]

Ich weiß

Donnerstag, den 21. August 2008

von Lara Kirfel
die zeit
sie nahm dich an die hand
und zog dich fort
mich
ließ sie am flussufer stehn
ich solle warten bis der wind kommt
die großen worte
sind zu boden gefallen und
zersplittert
ich hab sie wieder zusammengesetzt
und mit herzblut geklebt
sagt, ihr planeten
um was dreht ihr euch jetzt?

Das zusammengesetzte Ich

Samstag, den 19. Juli 2008

Die Vorstellung, die personale Identität eines Menschen speise sich aus einer Art Seelensubstanz, welche die einzelnen Vorstellungen, Erinnerungen, Gedanken und Wünsche trage und dadurch die Einheit der Person über die Zeit hinweg garantiere, wird in der Philosophie seit Jahrhunderten heftig attackiert. Dem wird die Vorstellung der Person als eines Bündels eben dieser Vorstellungen, Erinnerungen, Gedanken […]

Ein Sprungbrett zur Wahrheit

Sonntag, den 13. April 2008

Heimito von Doderer, dessen Name allein ihn zu einem Künstler zu machen scheint, berichtet in seiner Strudlhofstiege (1951) von den schöngeistigen, dem Schopenhauer- studium gewidmeten Zusammen- künften Etelkas und Pistas, zweier Aristokratensprösslinge in Wien kurz vor dem Ersten Weltkrieg, in denen es ‘Geist hagelt’ (S. 116) und die Anwesenden Schopenhauers ‘bestrickende Sprache in sich hineinsaugen […]

Winter

Mittwoch, den 9. Januar 2008

von Oliver Pangasius
In Kälte ist erstarrt, was sonst beweglich
dem Werden stets verhaftet vorwärts schreitet.
Und was sich sonst voll Lebensfreude täglich
verändert, ist dem Sterben nun bereitet.
Des Lebens Einheit ist nunmehr zerteilt.
Gebrochnes Licht fällt müde durch die Zweige.
Die Schöpferkraft, die sonst in allem weilt
und wirkt, geht in der Stille nun zuneige.
Was bleibt, wenn man der Welt das […]

Liebe ist Aufmerksamkeit

Samstag, den 1. Dezember 2007

Denken ohne Gehirn

Freitag, den 23. November 2007

Manuel Möller widmet sich in seinem Beitrag kritisch dem von Fodor vertretenen kognitionswissenschaftlichen Funktionalismus, der zwar einige Plausibilität für sich beanspruchen kann, aber vor allem bezüglich der empirischen Begründbarkeit letztlich der biologisch orientierten Kognitionswissenschaft unterlegen bleibt.

Dichtung und Wahrheit

Freitag, den 16. November 2007

Die Fragwürdigkeit einer Unterscheidung von psychischer Realität und dichterischer Fiktion ist das Thema von R. Jakobsons Studie “Was ist Poesie” (1934) Eine Fußnote, in der Jakobson seine Thesen mittels eines Beispiels illustriert, wird in diesem Beitrag in den Vordergrund gerückt.

Lied ohne Worte

Mittwoch, den 24. Oktober 2007

Das Andante con moto in E-Dur, Eingangsstück von Mendelssohns unterschätzer Sammlung “Lieder ohne Worte” erfährt hier eine Interpretation, das es als kleines Meisterwerk erkennen lässt. Eine Aufnahme des Stücks ist als mp3 verfügbar.

Heidegger und das Man

Sonntag, den 2. September 2007

Man mag von Heidegger halten, was man will. Jenen Heidegger, den Reger in Thomas Bernhards Alte Meister als “Voralpenschwach- denker” beschimpft, als “vor dem verlogenen Blockhaus” sitzenden “Denkspießer mit der schwarzen Schwarz- waldhaube auf dem Kopf”, der die Philosophie auf die “unverschämteste Weise total verkitscht hat”. Man mag von ihm halten, was man will, […]

Altenessen

Donnerstag, den 21. Juni 2007

Ingo Munz´ zauberhaftes Gedicht über Altenessen im Essener Norden.

Die Flüchtigkeit der Worte

Freitag, den 15. Juni 2007

Anhand eines Augustinuszitats wird das Paradox einer vornehmlich in der Flüchtigkeit der gesprochenen Rede wahrnehmbaren Ganzheit ihres Sinnes verdeutlicht, das dem Erzähler in Prousts Suche nach der verlorenen Zeit zur Last wird.

Zum Italiener verurteilt

Samstag, den 9. Juni 2007

Nicola Carpentiero (Florenz) schreibt einen Nachruf auf den großen italienischen Journalisten und Historiker Indro Montanelli - und zwar ein halbes Jahrzehnt nach seinem Tod, denn noch immer ist die Lücke, die er hinterlassen hat, nicht gefüllt worden…

A. Carpentiers Reise in den Urwald oder die Lesbarkeit der Natur

Dienstag, den 5. Juni 2007

Ein Auszug aus Carpentiers Roman “Die verlorenen Spuren”, in dem der Erzähler von einem tranceartigen Zustand der Naturbeobachtung berichtet, in dem Naturschönheit und Lesbarkeit eins sind.

Alter Egon…

Donnerstag, den 31. Mai 2007

Das Editorial.